Hee Kirche

Die Kirche in Hee ist mit ihrem besonderen Turm, trotz einer groben Restaurierung 1882 - 1884, eines der bedeutendsten romanischen Bauwerke des Landes. Die Kirche wurde vermutlich um 1140 und der Turm um 1200 gebaut. Romanischer Chor und Schiff aus Granitquadern mit 2 spätgotischen Anbauten nach Süden im romanischen Stil, aufgebaut mit Granitquadern der abgerissenen No Kirche (aus diesem Grund werden die Anbauten immer noch "No Kirche" genannt) und einer hochromanischen Westpartie, deren unteres Stockwerk die gleiche Breite wie das Schiff hat, aber höher ist. Der etwas schmalere Turmabschluss bildet das obere Stockwerk und besteht ebenfalls aus Granitquadern. Besonders der westliche Teil (1882-84 abgerissen und wiederaufgebaut) hat gut bewahrte romanische Einzelheiten, die Mauern werden durch Pilaster in schmale Felder mit kleinen Rundbögen. Das Westportal hat freie Säulen und Tympanon mit Doppelblättern. Ein Stück über dem Portal sieht man ein paar hervorspringende groteske Menschenköpfe. Im mittleren Stockwerk des Turmes befinden sich einige kleine Räume, die u. a. das Archiv des Hauses von Hind Herred beherbergten. Die Altartafel ist eine ansehnliche Arbeit aus der Spätrenaissance von 1635. Im Chor befindet sich ein Küsterstuhl, der die Wappen von Juel und Munk trägt (spätgotischer Stil mit der Inschrift 1523) und ein Pfarrerstuhl (reich geschmückt im Renaissancestil um 1600). Im Schiff hängt ein schönes gotisches Chorbogenkruzifix von ca. 1450. In der westlichen Arkade zwischen dem Schiff und den südlichen Kapellen befindet sich ein wunderschöner Monstranzschrank (eine Überbleibsel aus der katholischen Zeit, als die Hostien aufbewahrt und beim Gottesdienst vorgezeigt wurden) aus dem Jahr 1460 mit einer Gittertür und einer Tür, auf der Christus als Schmerzensmann und Waffe für Peder Skram und Ellen Krag abgebildet ist. Die Kirche ist wochentags ab 13.00 Uhr geöffnet. 8 bis 16.