
Ingo Meller - Opening reception
Gemälde, die sowohl streng als auch rau wirken – als würden sie zwischen dem Bedeutungsvollen und dem ganz Banalen balancieren. Ingo Meller arbeitet mit Öl auf Leinwand und Tyvek, die direkt an der Wand befestigt werden, sodass Material und Motiv gleichermaßen scharf hervortreten.
Am Samstag, dem 5. September, kannst du zur Eröffnungsfeier kommen und dir Werke von Ingo Meller anschauen – einem Künstler, der sich gezielt mit der Spannung zwischen Inhalt und Material in der Malerei beschäftigt. Seine Bilder machen etwas ziemlich Freches: Sie bestehen auf Bedeutung und zeigen gleichzeitig, wie „einfach” sie in Wirklichkeit aus Leinwand, Farbe und Pinselstrichen aufgebaut sind.
Meller malt mit Öl auf Leinwand und Tyvek, und die Werke werden direkt an die Wand gehängt, wodurch die Malerei von der klassischen, gerahmten Vorstellung eines „fertigen Werks” weg und hin zu etwas Direkterem und Physischerem verschoben wird. Hier werden sowohl der Wert des Bildes als auch seine alltägliche Materialität gleichzeitig sichtbar: das Große und das Banale nebeneinander.
Ingo Meller studierte an der Fachhochschule Köln, wo er unter anderem bei Stefan Wewerka, Daniel Spoerri und Eduardo Paolozzi studierte. Er arbeitete als freischaffender Künstler in Berlin, New York und Köln und war von 2004 bis 2021 Professor für Malerei an der Hochschule für Bildende Künste in Leipzig, wo er auch lebt und arbeitet. Seine Werke wurden international unter anderem in der Galerie Nordenhake (Berlin/Stockholm), bei Cheim & Read (New York), im Museum Folkwang (Essen), in der Hamburger Kunsthalle und im CCNOA in Brüssel gezeigt.
Die Ausstellung ist vom 5. September bis zum 22. November zu sehen.